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Myanmar - Land der Goldenen Pagoden
Tiefe Verbundenheit der Bevölkerung mit der Religion
Reiseland mit ungeheurer exotischer Vielfalt
Myanmar (einst Burma, Umbenennung 1989) grenzt an Bangladesch, an indischen Bundesstaaten. an China, Laos, Thailand und den Indischen Ozean. Hauptstadt ist Yangon (Rangun). Myanmar befindet sich – mit Ausnahme des äußersten Nordens – im Einflussbereich des asiatischen Monsuns. Im Wesentlichen lassen sich drei Jahreszeiten unterscheiden: Regenzeit von Ende Mai bis Mitte Oktober, kühle Jahreszeit von Ende November bis Ende März und heiße Jahreszeit in den Monaten April/Mai und Oktober/November.
Zu 70% besteht die Bevölkerung aus Birmanen. dagon-Pagode ind er Hauptstadt Die am weitesten verbreitete Religion in Myanmar ist der Buddhismus. Einige der berühmtesten buddhistischen Kunstwerke (Statuen) im asiatischen Raum befinden sich hier. . Zu den wichtigsten Heiligtümern zählen vor allem die Shwedagon-Pagode in der Hauptstadt Yangon, der Goldene Fels in der Nähe von Bago und der Mount Popa in der Nähe von Bagan.
Myanmar gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. In Myanmar herrscht eine starke Inflation. Im Osten an der Grenze zu Laos und Thailand hat Myanmar Anteil am sogenannten Goldenen Dreieck. Dort wird Schlafmohn angebaut und zu Heroin verarbeitet. Die Bedeutung Myanmars als Lieferant für den weltweiten Heroinmarkt ist durch das Wiedererstarken der Drogenproduktion in Afghanistan nach dem Absetzen der Taliban spürbar gesunken. Weiterhin werden in Myanmar hochwertige Jade und Edelsteine gefördert. Berühmt sind die Schwalbenblut-Rine aus den Minen in der Nähe der Stadt Mogok. Gold wird ebenfalls gewaschen, wobei eine beträchtliche Menge davon von Pilgern in Form von hauchdünnen Blättchen auf Zedis, Buddhas und den Goldenen Felsen geklebt wird.
Erst seit 1995 kann der Besucher ein auf vier Wochen befristetes Visum erhalten. Das Land wird regiert von einer Militärdiktatur. Der Reisende unterstützt zwangsläufig die Regierung mit Ihrem Geld. Deshalb sollte auch jeder Gast entscheiden, ob der das Land der Goldenen Pagoden besuchen will. Myanmar ist erst vor einigen Jahren aus der völligen Isolation erwacht. Myanmar ist eines der am wenigsten entdeckten Länder Südostasiens. Erst seit 1995, nach 40 Jahren Isolierung, lässt die devisenhungrige Militärregierung Touristen in das verarmte Land zwischen Himalaja und dem Golf von Bengalen, zwischen Thailand und Indien. Etwas über 200000 Gäste pro Jahr sind es in den letzten Jahren gewesen, die Militärjunta hofft auf mehr. Den Reisenden erwartet eine ungeheure exotische Vielfalt erleben. Es ist ein faszinierendes, geheimnisvolles Land mit vielen kulturellen Schätzen aus der Vergangenheit und einer liebenswürdigen Bevölkerung.
In Myanmar gibt es viele verschiedene ethnische Gruppen. Die Hauptgruppe bilden die Birmanen. Die Vielfalt ist auch Ursache für Spannungen und Auseinandersetzungen während der letzen Jahrzehnte. Auch die wirtschaftliche Entwicklung des Landes hat darunter sehr gelitten. Rund 75 % der Bevölkerung lebt auf dem Lande in den Ebenen von Mittel- und Niedermyanmar. Der Buddhismus prägt den Alltag, und die tiefe Verbundenheit mit der Religion spürt jeder Besucher. Das Land
ist übersäht mit Pagoden und Klöstern.
Die Hälfte der Landesfläche ist mit ausgedehnten Wäldern bedeckt. In den Bergen und an den Küsten findet man noch tropischen Regenwald, im Delta des Ayeyarwady Mangroven. In Gebieten mit hohen Nieder-schlägen gibt es große Bestände an Nutzhölzern, insbesondere viele Teakholzbäume.
In den Küstengebieten wachsen tropische Früchte wie Zitrusfrüchte, Bananen, Mangos und Guaven. In der kühlen Jahreszeit blühen viele Büsche und Bäume wie der Hibiskus und der oft baumhohe Weihnachtsstern. Im Dschungel Myanmars gibt es noch viele Elefanten und Tiger, auch Leoparden, Rhinozerosse, Hirsche, Affen und Bären.
Myanmar wartet mit einer Fülle exotischer und besonderer Sehenswürdgkeiten auf. Bagan gewährt dem Gast einen richtigen Einblick in die Lebensweise der Birmanen. Der Besucher kann in Bagan die im Innern fast gotisch anmutende Architektur des großartigen Ananda-Tempels bewundern, den viele für den schönsten und kunsthistorisch bedeutendsten Tempel von Bagan halten. Im nahen Meditationskloster fallen uralte Wandmalereien mit höfischen Szenen und Alltagsbegebenheiten einer lange vergangenen Epoche auf. Einen besodneren Ausflug lohnt der "Berg der Geister", der Mount Popa . Über überdachte Treppen gelangt der Gast auf den riesigen Vulkankegel mit seinen Geisterschreinen und Buddhatempeln. Essenstände, "Apotheken“ mit Herbalmedizin und anderen geheimnisvollen Ingredienzien zur Lebensverlängerung säumen den Weg.
In er Hauptstadt Yangon trifft der Gast ein buntes Gemisch unterschiedlicher Volksgruppen, Kulturen und Architekturstile. Die Stadt lebt von der magischen Anziehungskraft der Shwedagon Pagode, die Wahzeichen des Landes ist. Am Ende eines Treppenaufgangs muss der besucher barfuß den weiteren Weg zurücklegen. Bereitwillig werden Besucher aus aller Welt von der exotisch-farbenfrohen Schar des Pilgerstroms aufgenommen, die den glockenfögen Stupa umrundet. Immer wieder wandert der Blick zur Spitze der mit vielen hundert Diamanten, Rubinen, Saphiren und Topasen geschmückten Pagode hinauf, wo ein riesiger Smaragd die ersten und letzten Sonnenstrahlen des Tages einfängt.
In Yangon hat sich eine ganz andere Welt bis in die Moderne gerettet. Überall begegnet der Besucher den uralten Traditionen: das Tragen der leuchtend roten Longhi-Wickelröcken, der Konsum von Betelnüssen, das Rauchen von Cheroot-Zigarren, die Verwendung der Naturkosmetik Tanaka (Rindenpaste). Wichtigster Orientierungspunkt bei einem Stadtrundgang ist die Sule-Pagode mit ihrem achteckigen, 48 m hohen Stupa. Interessant ist auch der Besuch der Märkte. Der Bedarf der Burmesen an hauchzartem Blattgold ist gigantisch. Die unzähligen Pagoden, Stupas und Buddha-Statuen, die das Land übersäen, sind mit dem kostbaren Metall überzogen.
Mandalay ist die Stadt des Handwerks. Jede Zunft hat ihr Viertel. Viele Familien fertigen Blattgold. Andere schlagen Buddha-Statuen aus Marmor. Bekannt sind die Stickereien, die vorwiegend Mädchen und Frauen herstellen. Jungen und Männer sind mit der Herstellung von Schnitzereien aus Teakholz beschäftigt.
Kyaikhtiyo ist der Sitz des unglaublichen Stupa, der auf einem Felsen zu balancieren scheint. Wer dieses besondere Highlight besuchen will, muss sich früh auf den Weg machen, denn er muss vor Sonneaufgang diese ehrwürdige Stätte erreicht haben . Der kleine Stupa steht auf dem ‚Goldenen Felsen’, ein massiver, mit Blattgold bedeckter Felsbrocken in 1100 m Höhe, der sich am Rand einer Klippe auf dem Gipfel des Kyaiktiyo Berges im Gleichgewicht befindet. Der Fels scheint jeden Augenblick hinunter zu fallen. Laut Legende hält der Felsbrocken aber deshalb Balance, weil ein Haar Buddhas unter dem Felsen liegt. Kyaikthiyo ist eine der heiligsten buddhistischen Stätten in Myanmar.
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